
Das Peacecamp am Jugendkulturfestival 2007 - Ein Erlebnisbericht
Tag 1 / Freitag, 31. August 07
17.30 Uhr. Das Peacecamp steht in seiner ganzen Pracht auf dem Münsterplatz, genauer gesagt im Innenhof des Gymnasiums Münsterplatz. Das Peacecamp, ein Projekt für die Friedensförderung, besteht aus sechse verschiedenen Trainingspoints, gestaltet in Zelten. Es werden die Themen Beziehungen, Zufriedenheit, Kommunikation, der Umgang mit Frust, das Frieden stiften und das Zusammenleben der Religionen thematisiert. Abgerundet wird das ganze mit einem grossen Chill-out-Tipi, in welchem die Besucher das soeben gesehene bei Gesprächen noch vertiefen können oder mit anderen Menschen besprechen können.
Noch ist es ruhig (bis vielleicht auf ein paar Geräusche von zerberstendem Geschirr, welche einige übermotivierte schon voller Genuss am Frustabbau-Trainingspoint zerwerfen). Das Wetter könnte besser sein, wenigstens regnet es nicht. Um 18 Uhr öffnet das Peacecamp seine Tore für die Besucherinnen und Besucher des Jugendkulturfestivals. Langsam aber sicher kommen die ersten Besucher zu uns ins Peacecamp und schon bald wird klar, welcher Trainingspoint der Publikumsmagnet sein wird: Geschirr zerschlagen, genauer gesagt: Der Frustabbau. Im Chill-out-Tipi ist die Stimmung dagegen ruhiger und besinnlicher. Es wird hie und da gesprochen oder nur dem Kerzenflackern zugesehen. Der Freitagabend verläuft alles in allem sehr gut. Um 22 Uhr schloss das Peacecamp für diesen Abend seine Tore und wir gehen, um einige gute Gespräche mit Menschen reicher, nach Hause.
Tag 2 / Samstag, 1. September 07
Bereits um 12 Uhr öffnet an diesem Samstag das Peacecamp seine Tore auf dem Münsterplatz. Konfirmantenklassen kommen vorbei und nehmen die Trainingscamps etwas genauer unter die Lupe. Eine spontane Flyeraktion auf dem Münsterplatz bringt dann auch die gewünschte Wirkung: Ab 20 Uhr ist das Peacecamp gut frequentiert und immer mehr Jugendliche (aber auch Erwachsene) strömen zu uns ins Camp. Es brauchte nun schon einen grösseren Einsatz an der Eingangskontolle, um das Geschehen unter Kontrolle zu bringen. Interessant war dabei für uns auch, dass sich erste, interessante Gespräche bereits am Eingang ergaben: Viele Jugendliche kamen mit der Absicht, einzig am Trainingspoint «Frustabbau» teilzunehmen. Nachdem sie aber das ganze Peacecamp gesehen hatten, erzählten sie uns, dass nicht nur der «Frustabbau», sondern auch die anderen Trainingspoints sehr interessant zum mitmachen oder betrachten seien. Um 22 Uhr schloss das Peacecamp zum letzten Mal seine Tore auf dem Münsterplatz und das Team zog sich nach ersten groben Aufräumarbeiten zur Abschlussbesprechung ins Chill-Out Tipi zurück, um den zwei Tagen einen guten Abschluss zu verleihen. Es sind viele positive und anregende Voten im Zelt zu hören, da und dort hört man sogar ein wenig Wehmut raus, dass das Peacecamp nun schon zu Ende ist.
Hier noch ein paar Impressionen vom Peacecamp: